Hochsensibel als Lehrer und Lehrerin

Hochsensibel als Lehrer oder Lehrerin zu sein ist ein Thema über das ich wenig im Internet finde. Dennoch ist es ein Thema. Wenn ich davon ausgehe, dass ca. 20% der Menschen hochsensibel sind, sind da bestimmt auch Lehrer*innen dabei.

Zumindest fühle ich mich da sehr angesprochen, wenn ich über Hochsensibilität lese. Doch irgendwie ist es ein Tabuthema unter Lehrern und Lehrerinnen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass Lehrer nach außen hin souverän und stark erscheinen möchten und müssen. Ich glaube einfach, dass viele Lehrer sich nicht trauen darüber zu sprechen und das möchte ich ändern.

Ich war nach der Geburt meiner beiden Töchter fast fünf Jahre in Elternzeit und habe dann wieder angefangen in Teilzeit mit 10 Stunden pro Woche in einer Grundschule in Bayern zu arbeiten. Verbeamtet bin ich und gleichzeitig habe ich eine Nebentätigkeit beantragt mit 8 Stunden. Da unterstütze ich in meiner Heilpraxis Sternchen auf Erden meine feinfühligen und hochsensiblen KlientInnen dabei, ihre Talente zu entwickeln ihren persönlichen Herzensweg zu finden.

Hochsensibel als Lehrer und Lehrerin ein Tabu? Blog von Karo Sylla

So zeigt sich meine Hochsensibiliät als Lehrerin: Die größte Herausforderung in der Schule ist für mich mit der Menge an Menschen, Emotionen und Anforderungen umzugehen. Außerdem stresst Lärm mich sehr. Schnell fühle ich mich überreizt und möchte dann gerne flüchten. Das geht natürlich im Unterricht nicht und ich brauche andere Strategien.

In der Pause und am Morgen bleibe ich oft allein im Klassenzimmer und genieße die Ruhe zwischen den Stunden. Lärm ist nämlich das schlimmste für mich in meinem Beruf. Ich vermeide es mit der Horde in den Gängen herum zu laufen und komme daher schon bevor alle herein stürzen.

Im Unterricht fördere ich deswegen die Fähigkeit zur Stillarbeit der Schüler*innen. Ich spreche erst, wenn nicht mehr gegruschelt und geflüstert wird und reagiere streng auf ständiges Dazwischenquatschen. Es ist ein ständiger Kampf um Ruhe und Ordnung, der anstrengend ist. Doch so ist es besser, denn unruhige Schüler*innen stecken mich an und ich werde auch sehr nervös.

Auf dem Schulweg fahre ich meistens Rad, gerne über Nebenstraßen am Fluss entlang. Daheim angekommen meditiere ich gerne, bevor ich dann meine Kinder abhole. Da meine eigenen Kinder ja auch sehr lebhaft sind, arbeite ich Teilzeit in der Schule und habe noch meine Praxis als Nebentätigkeit, damit ich auch mal einen leisen Vormittag habe. Vollzeit als Lehrer*in zu arbeiten, könnte ich mir gerade mit meinen kleinen Töchtern nicht vorstellen.

Privat wohne ich Gott sei Dank relativ ländlich in einer Spielstraße ohne großen Verkehr und gehe sehr gerne in den Wald, auch mit meinen Kindern z.B. zum Pilze suchen. Auch bei anderen Hobbies achte ich auf ruhigen Ausgleich zum Beispiel beim Wandern, Spazieren gehen oder Klettern.

In die nächste Großstadt zu fahren zum Shopping ist für mich recht nervenaufreibend. Ich kaufe lieber in den kleinen Geschäften vor Ort ein und bestelle Material im Internet.

Bist Du Lehrer oder Lehrerin und das kommt Dir bekannt vor?

Hier meine Tipps für Dich:

1. Gönne Dir Ruhe zwischendurch. Bleibe z.B. in der Pause alleine an einem ruhigen Ort.

2. Meditiere zwischendurch oder zumindest nach der Schule, um wieder zur Ruhe zu kommen. Hol Dir dazu Dein E-Book mit Mini-SternMeditationen.

3. Suche einen Buddy unter den Kollegen, zu dem Du laute Schüler schicken kannst, wenn es gar nicht mehr geht.

4. Hast Du Pausenaufsicht kannst Du auch Oropax verwenden, wenn es Dir zu laut ist.

5. Gönne Dir ruhige Hobbies und einen Ausgleich am Nachmittag.

Hochsensibel als Lehrer oder Lehrerin? Hier kannst Du den Selbsttest machen.

Möchtest Du Dich gerne mit anderen hochsensiblen Lehrer*innen austauschen? Dann komm gerne in unsere Gruppe.

Gerne kannst Du auch zur mir Kontakt aufnehmen für ein persönliches Gespräch.

Wie zeigt sich Deine Hochsensibilität als Lehrer*in? Schreibe mir gerne einen Kommentar.

Deine Karoline von Sternchen auf Erden

2 Kommentare

  1. Liebe Karoline, danke für den Artikel!
    Ich bin jetzt auch nach der Elternzeit im Lehrerberuf zurück und identifiziere mich auch sehr mit der Hochsensibilität. Für mich ist das Schwierigste, negative Emotionen der Schüler auszuhalten und Respektlosigkeiten nicht so persönlich zu nehmen und nicht so an mich heran zu lassen. Vor allem nach einer sehr harmonischen Elternzeit und neben den Anforderungen als Aleinerziehende. Hast du da einen Tipp für mich ?
    Liebe Grüße,
    MariSol

    1. Author

      Liebe Marisol, danke für deinen Kommentar. Kennst du die „Goldene Kugel“? Da setze ich mich in meiner Vorstellung manchmal hinein, wenn mir die Emotionen zu viel sind. Wir können auch gerne mal eine Sitzung machen, dann zeige ich Dir eine Übung um negative Emotionen loszulassen.

      Liebe Grüße, Deine Karoline

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